Geschichten von Aufbruch und Umbruch mit leicht melancholischem Unterton begleiten mich schon eine Weile, so auch Fabian Hischmanns “Am Ende schmeissen wir mit Gold”.
Max ist Lehrer und wird aus seiner Sommerferien-Lethargie hervorgezogen, als er das Haus seiner Eltern hüten soll. Zuerst ist Max Reise nur ein lästiger Besuch in der Heimat, eine ungewollte Abwechslung. Die Reise wird aber schnell zu einer tief gehenden Identitätssuche vor der verschwindenden elterlichen Beständigkeit.
Die Suche nach Identität in staubiger Sommerhitze
Max begibt sich auf eine lange Suche nach Antworten. Anfangs hinterfragt er zögerlich seinen Lebensraum und seine Berufung. Wort für Wort steigert sich seine Suche in eine ausgewachsene Identitäts- und Sinn-Krise, während der sein leidenschaftliches Begehren zwischen den Geschlechtern schwankt.
Die schwül-schwitzige Luft der Sommerferien prägt die Atmosphäre vollkommen. Sie beschwert die Stimmung, wirkt zäh wie Honig. Man hört förmlich die drückende Sommerhitze surren. Die schlichte, beinah trockene Sprache trägt einen beachtlichen Teil dazu bei.
Eine ruhige Coming-of-Age-Geschichte
Die Befürchtung, dass diese Coming-of-Age-Geschichte kein gutes Ende nehmen wird, macht sich beim Lesen kaum breit. Die ruhige Stimme des Erzählers lässt keine Gefühlsstürme zu und vermittelt in klarem Ton: Es wird schon alles werden.
Ich hab Max gerne bei seiner Suche nach Identität und Orientierung begleitet. Ich bin mit ihm aber trotzdem nicht warm geworden: Stellenweise fehlte Tiefe, die als erklärende Basis interessant gewesen wäre. Alles in allem bleibt ein unfertiges Gefühl zurück.
Einen tieferen Einblick in das Werk könnt ihr hier bekommen:





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